Genehmigungsverfahren für die neue Eisenbahnstrecke in der Slowakei und in Österreich eingeleitet

Am 15. November 2018 wurde in der Slowakei und in Österreich eine weitere Phase eingeleitet, in deren Rahmen die Machbarkeit einer neuen Schienengüterverkehrsverbindung zwischen Europa und Asien geprüft wird. Die zuständigen Ministerien beider Länder nahmen die Anträge an, die für die Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich waren.

Die Pläne für die neue Güterstrecke versprechen wichtige Verbesserungen für die Umwelt, da sie es ermöglichen, die Fracht effizienter zu befördern und dabei alle Umweltvorteile zu nutzen, die eine Hochleistungsgüterbahn gegenüber dem Straßen- und Seetransport bietet – zusätzlich  zur Zeitersparnis beim Gütertransport in die europäischen und asiatischen Märkte.

"Wenn diese neue Güterbahnstrecke gebaut wird, ist zu erwarten, dass Güter von der Straße und anderen Transportmitteln auf die umweltfreundlichere Schiene verlagert werden. Im Vergleich zu Gütern, die See- und Wasserrouten verwenden, wäre dies auch ein wesentlich schnellerer Verkehrsweg – von Japan, China oder Korea aus werden bis zu 20 Tage eingespart und bringen die Slowakei und Österreich an die Spitze der modernen Frachtsysteme der Zukunft ", erklärt Anton Dulak, slowakischer Projektmanager in der Breitspur Planungsgesellschaft. 

Die neue europäische Eisenbahnverbindung mit Asien wird aufgrund der Zunahme der Güterströme erhebliche Vorteile in den Bereichen Beschäftigung, Steuereinnahmen und Mehrwert für alle beteiligten Länder bringen. Gleichzeitig wird das mit umweltfreundlicheren Eisenbahnsystemen beförderte Gütervolumen zunehmen. Zu diesen Schlussfolgerungen kam bereits eine Reihe von Studien, die Deloitte, Roland Berger und andere für die Joint Venture Breitspur Planungsgesellschaft mit Sitz in Wien, deren Anteile den nationalen Eisenbahnunternehmen Österreichs (ÖBB), der Slowakei (ŽSR), der Ukraine (UZ) und Russland (RZD) gehören, durchgeführt haben.

Wenn alle Machbarkeitsstudien, einschließlich der UVP in der Slowakei und der SP-V in Österreich weiterhin grünes Licht für das Projekt geben, erfolgen die nächsten Schritte:

Zeitplan für die nächsten acht Jahre

In der Slowakei werden ein neues Terminal im Bezirk Nové Zámky und ein Wartungsdepot in Haniska gebaut. Ein ähnliches Terminal für den Umschlag von Gütern auf andere Straßen- und Schienenverbindungen wird in Österreich gebaut, sobald die neuen Eisenbahnstrecken für den Bau freigegeben sind.

Der Bau der Eisenbahnverbindung würde nach dem aktuellen Zeitplan rund acht Jahre dauern. Der Baubeginn der Terminals hängt von der endgültigen behördlichen Genehmigung in den teilnehmenden Ländern sowie dem Ergebnis der abgeschlossenen Machbarkeitsstudie ab.

Wirtschaftliche Vorteile

Der potenzielle wirtschaftliche Nutzen der neuen Verbindung nach Asien für die Twin-City Region und für alle beteiligten Länder ist enorm. Aktuelle Analysen deuten darauf hin, dass das Projekt in beiden Ländern neue Arbeitsplätze für rund 13.000 Mitarbeiter schaffen würde. Mehr als zwei Drittel der Arbeitsmöglichkeiten würde in der Slowakei entstehen. 

Die geschaffenen Arbeitsplätze würden in den vier Projektländern eine Wertschöpfung von mehr als 28,6 Milliarden Euro generieren: 2,0 Milliarden Euro in Russland; 0,3 Milliarden Euro in der Ukraine; 10,8 Milliarden Euro in der Slowakei und 15,5 Milliarden Euro in Österreich. 

Das Projekt soll neue Steuereinnahmen von mehr als 9,6 Milliarden Euro ermöglichen.

Der Bau der neuen Eisenbahnverbindung wird auf rund 6,4 Milliarden Euro veranschlagt, doch die Vorteile in Bezug auf Steuern, Beschäftigung und Mehrwert bestätigen, dass diese Summe eine angemessene Rendite ermöglicht. Die Partnerländer prüfen derzeit verschiedene Investitionsmodelle für den Bau, einschließlich der Möglichkeit privater Investitionen.

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